1991-2002

Zu Goethes Geburtstag in ein neues Abenteuer

Am 28.08. 1990 wurde der Name HWC neu definiert. Aus dem Handwerkerchor entstand der Handwerker Carnevalsverein Weimar mit allen Rechten und Pflichten eines eingetragenen Vereins. Die neunziger Jahre dürfen wohl unumstritten als sehr turbulent bezeichnet werden. Nach durchwachsenen Jahren mit Neuwahlen, Programmheften und erneutem Faschingsausfall, gab der Verein im Volkshaus im Jahr 1991 sein Comeback.

Zum ersten Mal gab es im November eine öffentliche Schlüsselübergabe vorm Rathaus.Für 23 D-Mark bekam man schon einen guten Sitzplatz und war Zeuge der kultigen Rededuelle zwischen Präsident Falk und OB Germer.Als dieser an einem 11.11. verhindert war, um uns zu empfangen, sprang Multitalent Gerd Döllner in dessen Rolle und inszenierte den Rathaussturm auf seine Weise.Der Kinderfasching und der Seniorenkarneval wurden ins Leben gerufen, das Thema Sponsoren immer wichtiger. Als man das Volkshaus sogar schließen wollte, entschloss sich der HWC sogar als Pächter einzuspringen und holte sich damit noch mehr Probleme ins „eigene“ Haus.Zwischen himmel-hoch-jauchzend und zu-tode-betrübt war die Stimmung im und um den Verein.Da lösten sich nicht nur Kulissen selbstständig, um nach unten zu krachen, nein, da flogen auch mal verbal ganz schön die Fetzen, wenn es um die Programmqualität ging.Doch es gab weit mehr Positives zu berichten.Die Partnerschaft zur „KG Rot Weiß Ehrang“ wurde ins Leben gerufen, Manfred Klatt tanzte mit mehreren Partnerinnen alles in Grund und Boden, der „König von Deutschland“ startete seinen Siegeszug, die Blaskapelle Neumark spielte, was die Instrumente hergaben und die „Lord of Dance“-Parodie der Garde ist heute noch Gesprächsstoff.Die jungen Tänzerinnen aus Ossmannstedt wurden zu Dauergästen und auch andere Auftritte befreundeter Vereine fanden Beachtung.Als Thomas und Antje im Jahr 2002 als erstes Weimarer Prinzenpaar in der Staatskanzlei empfangen wurden, war die Zukunft des HWC einmal mehr offen. Denn Tage zuvor erlebte man den „Supergau“. Fast 400 Gäste kamen in ein unbeheiztes Volkshaus und klapperten schneller, als sie klatschen konnten. Es war wieder Zeit für Veränderungen und was für welche…